| Der
Ilex bildet an den Naturstandorten zusammen mit anderen Gehölzen das Unterholz
der Laubwälder. Aus dieser Funktion sind auch die Kulturansprüche abzuleiten.
Der Ilex bevorzugt frischen, humosen Boden, der moorig, sandig oder lehmig sein
kann. Staunässe oder kalkhaltige Böden verträgt er nicht. Im
Wald sind die Ilex-Pflanzen vor zu starker Sonneneinstrahlung und im Winter durch
den Schirm der Waldbäume und durch eine dicke Laubschicht vor Frost und vor
den austrocknenden Winden geschützt. Diese Kulturbedingungen sind im Garten
nachzuvollziehen. Empfindliche Arten und Formen sollten an geschützte Stellen,
z.B. an der Hauswand oder unter bzw. zwischen Schutz bietenden Gehölzen gepflanzt
werden. Gut eingewurzelte Pflanzen, deren Wurzelbereich mit Laub abgedeckt ist,
überstehen auch harte Winter einigermaßen gut. Die
beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, weil die Pflanzen während des Sommers
gut einwurzeln und während längerer Frost- und Trockenperioden immer
noch Feuchtigkeit aufnehmen können. Bei im Herbst gesetzten Container- und
Ballenpflanzen ist die Gefahr des Austrocknens viel größer. Da Ilex
sehr schnittverträglich ist, kann er auch im kleinen Hausgarten seinen Platz
finden. Er verträgt auch einen radikalen Rückschnitt und treibt aus
vielen schlafenden Augen willig wieder aus. Wer
diese wenigen aber wichtigen Regeln beachtet, wird ein Leben lang viel Freude
an seinem Ilex haben. (Mit
freundlicher Genehmigung aus der Gehölzsammlung von Hans-Georg Buchtmann Kontakt:
h-g-buchtmann@t-online.de) |